Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung
www.kkv-bund.de
Ortsgemeinschaft Monheim am Rhein

Presse KKV-Monheim aktuell




Marienkapelle Monheim

Presseberichte

13.10.2018

"Die Analyse der Monheimer Lokalpolitik"
mit dem Bürgermeister und den Vorsitzenden, der im Stadtrat vertretenen Parteien

03.09.2018
"Herzrhythmusstörungen: Herz aus dem Takt", Dr. med. Sebastian Szabo

31.08.2018
Deutschland-Primiere zum Kinder- und Familien-Katechismus - Youcat for Kids

19.07.2018
"Jede Berufunng ist ein Geschenk Gottes"
Pater Romano Christen

16.04.2018
"Güterrecht - Die Fallstricke der Zugewinngemeinschaft und von Eheverträgen“
Ingeborg Heinze

27.02.2018
"Wann ist ein Kind reif für Computer und Internet?", Marcel Gießwein
lokalkompass
rp-online


15.01.2018

KKV-Jahreshauptversammlung 2018 ___(RP) ___(Lokalkompass)

14.10.2017

Gipfelgespräch auf dem MonBerg

11.09.2017

Michaela Noll beim KKV Monheim

03.07.2017

"Frauen geben Kirche Zukunft", Maria Theresia Opladen

24.04.2017

„Begegnung mit Menschen anderen Glaubens“, Prälat Erich Läufer

06.02.2017

"Erben und Vererben": Vortrag der Juristin Ingeborg Heinze RP / Lokalkompass

23.01.2017

Docat: Kath. Sozialverband erklärt Soziallehre in einfacher Sprache

23.01.2017

KKV-Jahreshauptversammlung 2017

17.09.2016

9. KKV-Gipfelgespräch auf dem Monberg RP ONLINE Lokalkompass

22.08.2016
"Die Vorsorgevollmacht", Dr. jur. Georg Goost

04.07.2016

„Elternunterhalt – das Sozialamt bittet die Kinder zur Kasse“, Ingeborg Heinze
RP ONLINE
lokalkompass

06.03.2016

Laetare und Festgottesdienst in St. Gereon
anlässlich des 110. Jahrestag der Priesterweihe von Pfr. Franz Boehm

19.02.2016

Flüchtlinge in Monheim rp-online 20.02.2016; wz 21.02.2016;

Podiumsdiskussion rp-online 22.02.2016; lokalkompass 07.03.2016

18.01.2016

KKV-Jahreshauptversammlung 2016

10.09.2015 „Ein Thema, das mir am Herzen liegt.“
Referent: Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln
Link: RP. ONLINE
Link: lokalkompass

29.08.2015 Einführung von Pfarrer Andreas Süß als Leitender Pfarrer in Bensberg und Moitzfeld

19.08.2015

KKV: "Supermacht EZB - Der Kampf um den Euro", Herbert Süß

15.07.2015 "Chancen der Integration",
Schwester Pia von der Ordensgemeinschaft vom armen Kinde Jesus
19.05.2015

Wolfgang Bosbach beim 88. Bundesverbandstag des KKV in Arnsberg-Neheim
Monheimer KKVer stellen Highlights aus ihrem Programm vor.

27.04.2015

"Ist die klassische Familie am Ende", Prof. Dr. Schallenberg

11.03.2015

"Lebenshilfe statt Sterbehilfe" Michaela Noll, Ira Müller, Msgr. Winfried Motter

19.01.2015

KKV-Jahreshauptversammlung 2015

27.10.2014

"1000plus" Hilfe statt Abtreibung, Dr. Markus Arnold

19.10.2014

"Herbstwanderung", Rund um Kaiserswerth

14.07.2014

"Bericht aus Berlin" Wolfgang Bosbach MdB beim KKV-Monheim

23.06.2014 "Franziskus - Name, Programm, Aufbruch", Prälat Läufer beim KKV
26.05.2014 „Wie werde ich gesund alt?“ – Dr. Erich Richard Arens beim KKV

13.05.2014
7. KKV-Gipfelgespräch auf dem Monberg
20.03.2014 KKV zu Besuch bei den koptischen Christen in Düsseldorf
24.02.2014 "Woher kommt das Leid? - Wie kann Gott Leid zulassen?" Ref.: Peter Buter, OStR. i.R.

20.01.2014 KKV-Monheim Jahreshauptversammlung 2014
29.09.2013 KKV-Herbstwanderung
14.09.2013 6. KKV-Gipfelgespräch auf dem Monberg
19.08.2013

"Vereinbarkeit von Familie und Beruf" Ref.: Michaela Noll, MdB
"Mehr Zeit für die Familie"

15.07.2013

"Familie und Beruf, die Rolle der Frau in verschiedenen Herausforderungen"

24.06.2013

Hilfe für Demenzkranke!

31.05.2013

Kinder als Störfall in der Partnerschaft?

30.05.2013

Ausstieg der DZ Bank aus Lebensmittelwetten

14.05.2013

87. Bundesverbandstag des KKV - Bernd M. Wehner wiedergewählt

22.04.2013 "Die Heilige Eucharistie", Ref.: Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp

25.02.2013

"Pfarrer Franz Boehm", Glaubenszeuge und Märtyrer, Ref.: OSt.R.i.R. Peter Buter

12.02,2013

KKV bedauert Rücktritt des Papstes

24.01.2013

KKV-Monheim Jahreshauptversammlung

03.12.2012

Nikolausfeier des KKV-Monheim

19.11.2012

KKV-Filmherbst - Thema Energie - "Die 4. Revolution"

31.10.2012

KKV-Wanderung: "Entlang der Ahr" und Filmherbst-Thema: Energie

09.10.2012 "Das II. Vatikanische Konzil - Identitätsverlust oder Identitätsgewinn für die kath. Kirche?".
Referent: Prof. em. Dr. Rudolf Hoppe

01.09.2012

"Gipfeltreffen 2012" auf dem Monberg in Monheim

20.08.2012

"Das Altarfresko von St. Thomas Morus" Mettmann, Referent: Monsignore Theodor Buter

23.07.2012

KKV-Monheim-Programm, 2. Halbjahr 2012, in der Presse

25.06.2012

"Wie kath. ist Deutschland und was hat es davon?" Referent Dr. Andreas Püttmann

21.05.2012

"Hat Monheim eine soziale Schieflage?", Referent: Elmar Borgmann, SKFM-Monheim

23.04.2012

"Maria, die neue Eva",Referent: Msgr. Dr. Markus Hofmann

16.04.2012

"Die Vorsorgevollmacht", Referent: Dr. jur. Georg Goost

18.03.2012

Sonntag Leatare: "Freuet Euch allezeit im Herrn"

23.01.2012 Jahreshauptversammlung des KKV:
Erfolgreiche Bilanz für 2011, Standing Ovations für die Schatzmeisterin

18.12.2011

Offenes Adventsingen 2011 in der Marienkapelle

19.09.2011 „Theologie von Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI.“
Weihbischof Dr. Klaus Dick referierte über das Thema beim KKV-Monheim

03.09.2011

KKV: Die Halbzeitanalyse der Monheimer Lokalpolitik auf dem MonBerg

27.07.2011

KKV hilft Ostafrika

11.07.2011

KKV-Monheim beim Sommerfest St. Gereon/Dionysiu
04.06.2011

Geistlicher Tag bei den „Gemeinschaften von Jerusalem“ in Köln

17.05.2011
Weihbischof Dr. Rainer Woelki ehrte zwei Mitglieder des KKV-Monheim (Pfarrbriefauszug)
09.05.2011

"Kann ich mein Kind vor Drogen schützen?"
Silke Hergl und Klaus Fitzner beim KKV

21.03.2011 Die Grundlagen einer sozialen Marktwirtschaft in den Enzykliken der Päpste

Prof. Dr. theol. Lothar Roos beim KKV

21.02.2011

"Schmerz - Möglichkeiten der nichtmedikamentösen und medikamentösen Therapien beim chronischen Schmerz" mit Facharzt Thomas Lentz

02.02.2011

Die Probleme einiger Banken, die maroden Staatsfinanzen, der Euro und die Politik"
Herbert Süß, Bankprokurist i.R.

17.01.2011

Bericht zur Jahreshauptversammlung des KKV-Monheim

22.09.2010 "Zeig draußen, was du drinnen glaubst" - Glaubwürdiges Evangelium kommt auf zwei Beinen

Prälat Läufer beim KKV

10.05.2010 "Wird unsere Gesellschaft immer Gottloser?"

Vortragsabend mit Dr. Andreas Püttmann

22.02.2010

"Priester fallen nicht vom Himmel" Vortragsabend mit Prälat Sauerborn










Presseberichte im Lokalkompass


25.11.2010

SKFM und Zöllnerhaus in Monheim erhalten Elisabeth-Preis 2010

22.11.2010

KKV lädt zur Nikolausfeier mit Weckmannessen am 6. Dezember ein

21.11.2010

Monheimer KKV-Bundesvorsitzender unterstützt ZdK-Forderung
nach einem gesetzlichen Verbot der PID

11.11.2010

Sind Gewinne unmoralisch?
– Monheimer beim KKV-Herbstforum in Essen

10.11.2010

KKV und kfd Monheim laden zum Filmabend „Bonhoeffer – die letzte Stufe“ ein

01.10.2010

KKV lädt zum 17. Herbstforum nach Essen ein:
"Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft – Hoffnungszeichen für eine gerechtere Welt"

19.10.2010

KKVer diskutierten mit Muslimen über die Entstehung der Bibel und des Koran

14.10.2010

KKV-Herbstwanderung führte "rund um die Neyetalsperre"








































Prälat Sauerborn beim KKV Monheim:

"Priester fallen nicht vom Himmel" – Priester kein Job wie jeder andere

„Die Entscheidung eines jungen Mannes gegen den Zeitgeist sein Leben ganz auf eine Karte, auf Jesus Christus, zu setzen und Priester zu werden, stößt oft auf Unverständnis“, so  Domkapitular Prälat Josef Sauerborn, auf einer Veranstaltung des KKV Monheim, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung. Der katholische Sozialverband hatte den Spiritual, also den geistlichen Wegbegleiter der Weihekandidaten im Priesterseminar und im Diakoneninstitut des Erzbistums Köln, unter dem Motto "Priester sind ein Geschenk des Himmels – aber sie fallen nicht vom Himmel" zu einer gut besuchten Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ins Pfarrer-Franz-Boehm-Haus eingeladen.

Prälat Sauerborn ging sodann auf die allgemeine Situation der Kirche ein. Die Zahl der Gläubigen in unserem Land gehe zurück und damit auch die Zahl der Priester, die in persona Christi, also für Christus, die heilige Messe feierten und damit die Gläubigen immer wieder neu im Glauben stärken könnten. "Wir haben damals mit 30 jungen Männern in einem Studiensemester angefangen. Das sind weniger als die heute insgesamt auf Priesteramt studieren“, fasst Spiritual Sauerborn die Entwicklung zusammen. In den letzten Jahrzehnten sei es darüber hinaus zu einer Änderung gekommen. Häufig kämen die Weihekandidaten nicht mehr direkt vom Abitur, wie es noch zu seiner Studienzeit üblich gewesen sei. So hätten die heutigen Priesteramtskandidaten vielfach bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium – teilweise sogar mit Promotion – hinter sich, wenn sie ihr Theologiestudium und die parallele Ausbildung am Collegium Albertinum aufnähmen. Zudem kämen immer weniger Kandidaten aus katholisch geprägten Elternhäusern oder Gemeinden. Vielfach hätten sie bereits eine intensive Suchbewegung nach dem Sinn ihres Lebens hinter sich.

"Wie kommt es trotz des offenbar schwierigen Umfelds dazu, dass ein junger Mann sich dennoch für den Priesterberuf entscheidet?" so die rhetorische Frage des Referenten. Schließlich wähle der katholische Priester ja freiwillig die Lebensform der Ehelosigkeit und des Gehorsams gegenüber dem Bischof. Seine Antwort: Auch heute seien viele Menschen, wie schon zur  Zeit Jesu, auf einer religiösen Suche: "Herr, wir möchten Jesus sehen!" (Joh 12,21). Damals wie heute brauche es Menschen, die Jesus Christus in dieser Welt berührbar machten, wie es die Apostel Philippus und Andreas, wie im Johannesevangelium geschildert, getan hätten. Sie führten die Menschen zu Jesus. Dabei sei, so Sauerborn, der Weg in der Nachfolge Christi als Priester kein Weg des Erfolgs, sondern häufig auch ein geheimnisvolles Hineingeben in die dienende Liebesbewegung Gottes zu uns Menschen.

Angesichts der öffentlich werdenden Missbrauchsskandale von Priestern und Ordensleuten äußerte Sauerborn sein aufrichtiges Bedauern über das Fehlverhalten von Geistlichen. Der Spiritual erläuterte, dass alle Priesteramtskandidaten über sieben Jahre auf die Würdigkeit für das Priesteramt geprüft würden und viele Gutachter ihr Votum abgeben müssten, ehe sie zur Weihe zugelassen würden.  Gleichzeitig sprach er sich aber auch dagegen aus, alle Priester unter einen Generalverdacht zu stellen.

Der neue Vorsitzende des KKV-Monheim Herbert Süß wies in diesem Zusammenhang auf die hohe Zahl der Berufungen hier in Monheim hin, die offenbar gegen den Trend sei: "Aus der Pfarrei St. Gereon sind in den letzten zehn Jahren drei junge Männer im Kölner Dom zu Priestern geweiht worden und aus der Pfarrei St. Dionysius studieren im Moment zwei Kandidaten in Bonn an der Universität und leben im Collegium Albertinum. Wir wollen sie deshalb im Gebet begleiten,“ versprach Herbert Süß. Schließlich brauche es eine Atmosphäre des Wohlwollens und der Unterstützung, damit Priester für Gott und die Menschen ihren Dienst in der Nachfolge Christi versehen könnten, fasste Herbert Süß die Wortbeiträge der zahlreichen Teilnehmer zusammen.

Zurück







Dr. Andreas Püttmann, Publizist und Buchautor, zu Gast beim KKV

Wird unsere Gesellschaft immer gottloser?
- Kann der Mensch ohne Gott überhaupt leben? -

Zu dieser Vortrags- und Diskussionsveranstaltung hatte der KKV Monheim am Rhein, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, den Publizisten Dr. Andreas Püttmann ins Pfarrer-Franz-Boehm-Haus eingeladen.

Fast 50 Zuhörerinnen und Zuhörern vermittelte der Bonner Politikwissenschaftler seine in 20 Jahren Recherche gewonnenen Erkenntnisse zur gesellschaftlichen Relevanz christlichen Glaubens. Sie fließen auch ein in sein neues Buch unter dem Titel „Gesellschaft ohne Gott. Risiken und Nebenwirkungen der Entchristlichung Deutschlands“, das am 15. Juni 2010 bei „Gerth-Medien“ erscheint.

Den Kontakt zu Herrn Dr. Püttmann hatte der neue geistliche Beirat des KKV Monheim, Kaplan Andreas Süß, über den gemeinsamen Bonner Professor für Christliche Gesellschaftslehre, Lothar Roos, hergestellt.

In seinem Vortrag skizzierte Dr. Püttmann zunächst den Verfall christlicher Religiosität in Deutschland und großen Teilen Europas. Im historischen Maßstab müsse man geradezu von einer „Implosion“ sprechen. So habe sich die Zahl der deutschen Protestanten seit 1950 nahezu halbiert. Die Mitgliederzahl der katholischen Kirche sei in diesem Zeitraum zwar stabiler geblieben, doch der Prozentsatz katholischer Gottesdienstbesucher sei von rund 50 Prozent drastisch auf etwa 10 Prozent geschrumpft. Dabei erfreue sich der Beruf des Pfarrers bis in jüngste Allensbacher Umfragen einer hohen Wertschätzung; auch die letzte Teilnahme an einer kirchlichen Liturgie sei einer Mehrheit in positiver Erinnerung. Generell falle das auf Direkterfahrungen beruhende „Nahbild“ von Kirche freundlicher aus als das medienvermittelte „Fernbild“.

Ausgehend von dem Wort Gregor Gysis: „Auch als Nichtgläubiger fürchte ich eine gottlose Gesellschaft“ legte Püttmann im zweiten Teil die sozialen, politischen, ökonomischen und privaten Wirkungen christlicher Religiosität dar. Anhand einer Fülle von Daten der Sozialforschung belegte er, dass durchaus etwas vom biblischen Anspruch, „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ zu sein, im Denken, Fühlen und Handeln gläubiger Menschen sichtbar werde. Das Religiöse wirke zum Schutz alles Lebendigen, fördere Rechtsbewusstsein, Leistungsbereitschaft, Toleranz, Solidarität und Gemeinwohldenken und immunisiere gegen ideologische Heilsangebote links- wie rechtsextremer Provenienz. Auch Lebenszufriedenheit, Familienzusammenhalt, Gesundheit und Beziehungskompetenz profitierten von Glaube und Kirchenverbundenheit.

Im anschließenden Gespräch ging der Referent differenziert auf die aktuelle Missbrauchsdebatte ein, der auch ein Kapitel seines Buches gewidmet ist. Bei aller gebotenen Scham über jeden erwiesenen Einzelfall weise der Gesamtanteil kirchlicher Mitarbeiter an allen Tätern – unter 1 Prozent – darauf hin, dass das Thema auch für eine antikatholische Kampagne missbraucht werde.

Zum Schluss dankte der Vorsitzende des KKV Monheim, Herbert Süß, Herrn Dr. Püttmann mit einem Weinpräsent für seinen informativen und engagierten Vortrag sowie das ausführliche Eingehen auf die zahlreich gestellten Fragen. Mit den Zuhörerinnen und Zuhörern freue er sich nun auf das im nächsten Monat erscheinende Buch.

Zurück







Prälat Läufer beim KKV:

Zeig draußen, was du drinnen glaubst - Glaubwürdiges Evangelium kommt auf zwei Beinen

"Was haben Jörg Schönbohm und Gregor Gysi gemeinsam? – Beide fürchten eine gottlose Gesellschaft. Was aber bei Schönbohm, dem evangelischen Christen und ehemaligem General der Bundeswehr, zum Skandal geriet, wurde bei Gysi, dem wendigen Fraktionschef der Linken im Bundestag, als sympathisch, querdenkerisch und interessant empfunden." Mit dieser auf den ersten Blick überraschenden Frage und der vor allem verblüffenden Antwort zeigte Prälat Erich Läufer auf einer Vortragsveranstaltung des KKV Monheim am Rhein, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, exemplarisch auf, wie unterschiedlich in unserem Land auf gleichlautende Aussagen reagiert werde. In ähnlicher Weise habe übrigens Werner Heisenberg, Nobelpreisträger und Mitbegründer der Quantenphysik, argumentiert, wenn er 1973 sagte: "Wenn man ... fragt, was gut und was schlecht ... ist, so findet man doch immer wieder den Wertmaßstab des Christentums auch dort, wo man ... mit dieser Religion nichts mehr anfangen kann." Der frühere Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung warb unter dem Motto "Zeig draußen, was du drinnen glaubst" bei der gut besuchten Veranstaltung des KKV für mehr Selbstbewusstsein und Zeugniskraft der Christen in der heutigen Zeit.

Die katholische Kirche sei förmlich in eine religiöse Arthrose verfallen. "Wir haben Angst vor unserer eigenen christlichen Identität. Dabei sind wir doch eine missionarische Kirche", so der Referent weiter. Denn nichts anderes bedeute das Wort Jesu: "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen" (Mk 16,15). Kirche müsse sich deshalb wieder auf ihr Kerngeschäft besinnen, das heißt, den Glauben bezeugen und andere dafür gewinnen. "Und Kirche sind wir alle, jeder Einzelne von uns. Reden Sie deshalb über Ihren Glauben und was er Ihnen bedeutet. Geben Sie Zeugnis davon – in Wort und Tat", so der Appell von Prälat Läufer.

Der Referent beklagte sodann das mangelnde Selbstbewusstsein vieler Christen, das sich auch im Verhältnis zum Islam zeige. "Wo blieb in den Medien oder in der Bevölkerung der Aufschrei, als im Mai 2009 in Afghanistan 40.000 Bibeln öffentlich verbrannt wurden, weil man befürchtete, sie könnten zur Missionierung der Bevölkerung eingesetzt werden?" Gleichzeitig sei weltweit ein Schrei des Entsetzens erfolgt, weil ein wahnwitziger Sektenprediger aus den USA vor kurzem angekündigt hatte, ein Exemplar des Korans zu verbrennen. Ein anderes Problem stelle der militante Atheismus dar, der daraufhin arbeite, den Kirchen ihren öffentlich-rechtlichen Status abzuerkennen. Auch hier gelte es eindeutig Position zu beziehen und deutlich zu machen, dass eine Gesellschaft ohne Gott sich letztlich selbst aufgebe.

Der langjährige Chefredakteur der Kirchenzeitung ging sodann sehr nüchtern auf die Situation der Kirche ein. "Wir erleben derzeit einen Umbruch in der Kirche, wie er noch nie da gewesen ist. Die goldenen Zeiten sind vorbei." Es fehle aber weder an Geld, noch mangele es an Priestern oder Gläubigen. Vielmehr seien es vier Gründe, die dazu beitrügen, dass Kirche heute kaum wahrgenommen würde: Bekenntnisscheu, Bekenntnisunwilligkeit, Bekenntnisfaulheit und Bekenntnisunfähigkeit. Aus den früheren Traditionschristen müssten deshalb heute Entscheidungschristen werden. "Glaubwürdiges Evangelium kommt auf zwei Beinen", so Läufer wörtlich. Die Bekenntnisscheu führe dagegen zu einer Schweigespirale. Weil kaum jemand über den Glauben rede, fühle man sich isoliert und schweige ebenfalls. "Wenn aber Religion für mich gut ist, warum dann nicht auch für andere?", so die rhetorische Frage des Referenten. Wer von seinem Glauben überzeugt sei, müsse auch darüber sprechen. Genau das sei damit gemeint, wenn es in der Apostelgeschichte heiße: "Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben" (Ap 4,20).

In der anschließenden Diskussion wurden einzelne Fragen noch vertieft. Kaplan Andreas Süß, der gleichzeitig Geistlicher Beirat der KKV Ortsgemeinschaft ist, wies in diesem Zusammenhang auf die nach dem Weltjugendtag von ihm mit gegründete Initiative "Nightfever" hin, die u.a. an jedem dritten Samstag von 18:30 bis 24 Uhr in Köln Menschen in den Dom einlädt, um ihnen davon zu erzählen, was der Glaube für sie bedeutet. Ziel sei es, Menschen zu Christus zu führen und vielleicht auch einige zu erreichen, die nicht mehr an ihn denken und glauben.

In seinem Schlusswort dankte der Monheimer KKV-Vorsitzende, Herbert Süß, dem Referenten für seinen hervorragenden Vortrag. Er habe Mut gemacht, den Glauben wieder zu bekennen. Deshalb trage der KKV auch immer wieder durch entsprechende Veranstaltungen dazu bei, christliche Wertvorstellungen in die Gesellschaft hineinzutragen.

Zurück